HELM baut Marktposition weiter aus
Mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2004 bezieht die HELM AG zur aktuellen Lage des Konzerns Stellung. Die endgültigen Zahlen der weltweiten Konzernbilanzierung sind noch besser als die vorläufigen, im Februar 2005 veröffentlichten Ergebnisse.
1. GESCHÄFTLICHE ENTWICKLUNG
Das abgelaufene Geschäftsjahr brachte dem HELM-Konzern nach dem positiven Verlauf der Vorjahre erneut einen weiteren Umsatzanstieg bei guten Erträgen. Das Familienunternehmen hat seine Marktposition im internationalen Marketing von Chemikalien, Pharma und Düngemitteln weiter ausgebaut.
Das gute Ergebnis wurde sowohl von der HELM AG in Hamburg erwirtschaftet als auch von den Niederlassungen und Beteiligungen weltweit.
2. DAS GESCHÄFTSJAHR IN ZAHLEN
- Angaben in Mio. EUR -
| Umsatz | 2004 | 2003 | Steigerung |
| Weltumsatz | 4.094 | 3.458 | + 18 % |
| Außenumsatz konsolidiert | 2.229 | 1.900 | + 17 % |
| Gewinn | |||
| - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
50,7 | 42,4 | + 19 % |
- Konzern-Jahresüberschuss |
31,6 | 33,6 | - 6 % |
Das Ergebnis vor Steuern stieg um +19%.
Der Konzernjahresüberschuss nach Steuern liegt 6% unter dem Vorjahr. Der Steueraufwand steigt, da im Vorjahr einzelne Firmen noch über Verlustvorträge verfügten.
Weltweit arbeiteten 1.183 (1.174) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Konzern, davon 490 in Deutschland. Weitere 350 Mitarbeiter sind in Minderheitsbeteiligungen beschäftigt.
Die Eigenmittel erhöhen sich per 31.12.2004 um 24 Mio. EUR auf 133 Mio. EUR (Vorjahr 109 Mio.) und haben sich seit 2000 (59 Mio.) mehr als verdoppelt.
3. LAGEBEWERTUNG
Eine besonders positive Entwicklung nahmen im HELM-Konzern die Geschäftsfelder Petrochemie, Pharma, Pflanzenschutz und im 2. Halbjahr die Düngemittel.
Maßgeblich für die Umsatzsteigerung im HELM-Konzern waren das generelle Wachstum der Chemieindustrie sowie der ständig steigende Ölpreis.
HELM-interne Gründe für den guten Geschäftsverlauf und den Ausbau der Marktposition:
- Kontinuität in der Organisation und Führung der HELM AG
- Professionell arbeitendes Fachpersonal mit hoher Unternehmensidentifikation und geringer Fluktuation
- Weitere Produkt- und Marktstraffung
- Gesteigerte Nutzung der HELM-Marketing-Organisation durch die -Blue Chips- der Chemie
- Unabhängige Familien-AG mit solider Eigenkapitalquote
4. PERSPEKTIVEN UND Ausblick auf das Geschäftsjahr 2005
Das hohe Niveau der Geschäftsergebnisse des 2. Halbjahres 2004 hält auch im 1. Halb-jahr 2005 an. Sowohl im Umsatz als auch im Ertrag werden mit dem Vorjahr vergleichbare gute Zahlen erzielt.
Besonders hervorzuheben sind die Petrochemie, die Düngemittel und die Pharma.
Die Helm-Firmen im Ausland als auch die Beteiligungsunternehmen entwickeln sich weiter auf hohem Niveau.
Erstmals im Mai gab es erste Anzeichen für eine internationale Abschwächung der Umsätze und Erträge, besonders im Geschäftsbereich der Petrochemie.
Auch wenn davon ausgegangen werden muss, dass das 2. Halbjahr deutlich schwächer verläuft als die ersten sechs Monate, ist auch 2005 mit einem insgesamt soliden Jahresergebnis zu rechnen.
Wesentliche Schritte zur Festigung und zum Ausbau der Marktposition wurden unternommen durch drei neue Joint Ventures auf der arabischen Halbinsel mit:
- Produktions-Joint Venture für 1 Mio. Tonnen Methanol in Sohar/Oman
Die Methanol Holding International, MHIL, mit der Helm AG als Partner, halten an diesem neuen Joint Venture 70%,
die Oman Zawawi Establishment - OMZEST - 30%.
Die Prozesstechnologie stammt von ICI. Der Produktionsbeginn ist geplant für Mitte 2007. - Produktions-Joint Venture für 460.000 Tonnen p.a. Essigsäure
- Produktions-Joint Venture für 300.000 Tonnen p.a. Vinyl Acetate Monomer
Die beiden letzteren Joint Ventures sind zwei Gemeinschaftsfirmen des saudi-arabischen Partners Sipchem - 75% - und Helm - 25% -. Die Produktionsstätten liegen in
Al Jubail, Saudi Arabien. Produktionsbeginn wird die 2. Hälfte 2008 sein. Helm übernimmt die weltweite Vermarktung der Produktionsmengen außerhalb des Mittleren
Ostens.
Die arabische Golf-Region wird immer mehr zum Zentrum der energieabhängigen Commodity-Chemie, und Helm wird hier als Vermarkter eine wichtige Rolle übernehmen, auch in politisch und wirtschaftlich schwierigen Zeiten.
3. Juni 2005
H E L M A G


