HELM-Konzern 2007
Erwartungen 2008
PRESSEERKLÄRUNG vom 23. Mai 2008
Mit dem Abschluss 2007 erreicht der HELM-Konzern eine neue Rekordmarke in seiner 107-jährigen Geschichte, sowohl in den Umsätzen als auch in den Erträgen.
Die schon sehr guten Abschlüsse der letzten fünf Jahre wurden weit übertroffen. Der Mehrjahresvergleich zeigt eine dynamische Entwicklung, ermöglicht u.a. durch eine konsequente Thesaurierungspolitik der Familien-Gesellschafter, die es erlaubte, das Eigenkapital von EUR 84 Mio. in fünf Jahren auf stolze EUR 241 Mio. auszubauen. Der Konzern steht damit unverändert auf einem sehr soliden Fundament.
| - Angaben in Mio. EUR - | 2007 | 2006 | Veränderung in % |
| Umsatz | |||
| - Weltumsatz | 7.751 | 5.811 | + 33 |
| - Außenumsatz | 4.094 | 3.157 | + 30 |
| Gewinn | |||
| - EBITDA | 118 | 68 | + 74 |
- Ergebnis vor Streuern |
94 | 47 | + 100 |
| - Konzernergebnis nach Steuern | 66 | 31 | + 113 |
Der Geschäftsverlauf 2007 war ungewöhnlich. Es lief praktisch alles. Alle Unternehmensteile, alle Geschäftsbereiche, praktisch alle Firmen und Beteiligungen hatten ihren positiven Anteil an den Steigerungen in Umsatz, Mengen und schlussendlich Ertrag.
Herausragend die Flüssigchemie und die Düngemittel.
Die Kapitalstruktur als Familien-AG mit den Gesellschaftern Hermann Schnabel und Dieter Schnabel ist unverändert und soll auch in Zukunft erhalten bleiben.
Das aktuelle Vertriebsnetz mit Tochterfirmen und Beteiligungen in 32 Ländern wird 2008 regional durch Verkaufsbüros an neuen Standorten ausgebaut, und zwar in
- Oslo / Norwegen
- Glasgow / Großbritannien
Im HELM-Konzern arbeiten weltweit 1.285 Mitarbeiter nach 1.214 im Vorjahr.
Im Wissen um die zunehmende Bedeutung biotechnologisch hergestellter Arzneimittel übernahm die HELM AG im Jahr 2007 gemeinsam mit dem ungarischen Pharmakonzern Gedeon Richter AG ein Produktions- und Entwicklungsunternehmen auf diesem Gebiet, die heutige Richter-Helm BioLogics GmbH & Co. KG, vormals zur Strathmann-Gruppe gehörig.
Rund 90 Mitarbeiter an drei Standorten in Kiel, Hamburg und Hannover sind bereits seit Jahren erfolgreich als Lohnhersteller für europäische und US-amerikanische Pharma-Kunden tätig. Die Entwicklung eigener biogenerischer Arzneimitteln ist angelaufen. Mit wesentlichen Ergebnisbeiträgen ist in 7-10 Jahren zu rechnen.
Aus Produktionsbeteiligungen und langfristigen Marketing-Vereinbarungen in Oman, Saudi-Arabien und Ägypten werden 2008 Zusatzmengen und -produkte für HELM zur Verfügung stehen:
- 1 Mio. to. p.a. Methanol aus Oman
- 60.000 to. p.a. LAB aus Ägypten
Im Bau befinden sich weitere Produktionsbeteiligungen, deren Mengen und Produkte ab der
2. Jahreshälfte 2009 zur Vermarktung anstehen:
- 150.000 to. p.a. Essigsäure aus Saudi-Arabien
- 180.000 to. p.a. Vinylacetat Monomer aus Saudi-Arabien
- 50.000 to. p.a. Dimethylformamid aus Saudi-Aabien
- 1,4 Mio. to. p.a. Urea-Ammonium-Nitrat-Lösung aus Trinidad & Tobago
- 60.000 to. p.a. Melamin aus Trinidad & Tobago
Für die kommenden fünf Jahre sind insgesamt Investitionen in Höhe von EUR 265 Mio. geplant, um die Marktposition des HELM-KONZERNS in Schlüsselprodukten langfristig abzusichern.
Im Gegensatz zur Veröffentlichung des Verbandes der Chemischen Industrie, dem VCI, welcher für 2008 nicht mehr mit der Dynamik der letzten vier Jahre trotz eines weiterhin passablen Wachstums der Chemieproduktion in Deutschland rechnet, ist die Umsatzerwartung des HELM-Konzerns auf Halbjahresbasis mit +14%, d.h. EUR 4,3 Mrd. (Vorjahr EUR 3,7 Mrd.) äußerst optimistisch. Der Jahresüberschuss dürfte sogar noch etwas mehr ansteigen, denn im Geschäftsbereich Düngemittel und im Pflanzenschutz sind die Steigerungen teilweise spektakulär.
Auch für die Folgemonate sind wir zuversichtlich, obwohl in der Basischemie, insbesondere im Flüssigbereich, Anzeichen einer sich allgemein abschwächenden Konjunktur erkennbar sind.
Betrachten wir die HELM-Entwicklung von 2000 bis heute sind Umsätze und Erträge sowie Eigenmittel kontinuierlich gestiegen. Kein sprunghaftes Ansteigen, sondern es ging stetig bergauf, auch wenn die einzelnen Jahresstufen größer geworden sind.
Im Detail sind die folgenden sieben Punkte maßgeblich an der positiven Entwicklung beteiligt und garantieren eine solide Zukunft:
- Der Wandel HELMs vom Handelshaus zum Marketingunternehmen
- Das Ziel, top of the class in den Produkten, Märkten und auch in der Qualität der Mitarbeiter zu sein
- Das Produkt steht im Mittelpunkt, nicht die Serviceleistung, einen "full basket" anzubieten
- Sechs unterschiedliche Geschäftsbereiche
- Absicherung der Lieferquellen und der Marketing-Funktion durch Minderheitsbeteiligungen an Produktionsstätten
- Finanzielle Unabhängigkeit durch hohe Eigenmittel
- Eine AG als unabhängiges, solides und eigenwilliges Familien-Unternehmen
Der HELM-KONZERN ist in eine neue Dimension des Chemiehandels vorgestoßen. Durch die genannten Punkte wurden die entsprechenden Weichen gestellt, um auch in schwierigen Situationen zu bestehen. Sie geben eine relative Sicherheit.
2008 hat außergewöhnlich begonnen.
23. Mai 2008 H E L M A G


